An der Georg-Büchner-Schule haben wir für den Gymnasialzweig spezielle Studienfahrten zusammengestellt, um kulturelle und sprachliche Kompetenzen zu fördern. In einem zusammenwachsenden Europa sollen unsere Schülerinnen und Schüler die Option haben, auch über die Landesgrenzen hinaus, akademische Erfahrungen zu machen. So werden z.B. Studienfahrten nach Paris und Rom angeboten, neben zahlreichen Angebote im Inland, wie z.B. dem Besuch in der Stadt Trier.

Das Schulcurriculum der Georg-Büchner-Schule sieht vor, dass die Lateinschüler der Jahrgangsstufe 9 eine Reise nach Trier oder Rom durchführen. Die Klasse G9a beschloss einstimmig, unter Leitung von Herrn und Frau Gampe eine Woche nach Rom zu fahren. Man wohnte in einer Ferienanlage 4 km westlich vom Vatikan, zentral an der Via Aurelia und doch mitten im Grünen. Durch die gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel hatte die Gruppe hier einen optimalen Ausgangspunkt zur Erkundung der Stadt. Im Rahmen eines dreistündigen Stadtrundgangs besuchten die Schülerinnen und Schüler u.a. das geschichtsträchtige Forum Romanum, wo Jahrhunderte lang über die Geschichte des römischen Reiches und ganz Europa entschieden wurde und das Kolosseum, das Wahrzeichen Roms, das größte geschlossene Bauwerk der römischen Antike mit Platz für 80.000 Personen und Schauplatz der Gladiatorenkämpfe. Weitere Sehenswürdigkeiten, wie das Pantheon, die Engelsburg, der Trevibrunnen, die Spanische Treppe waren natürlich auch im Programm. Ein absolutes "highlight" der Reise war schließlich der Besuch im Vatikan und die Papstaudienz. Aus nächster Nähe konnten die Jugendlichen den Papst in seinem Papamobil sehen und die Schule wurde sogar unter dem Jubel der Schüler namentlich als Teilnehmer der Audienz benannt. Das pulsierende Leben dieser Stadt (Straßengaukler, Clowns, Feuerschlucker...), die Shoppingmöglichkeiten und das gute italienische Essen begeisterten alle.
Wir traten die Heimreise an voller schöner Eindrücke und in der Hoffnung, irgendwann dort einmal wieder zu sein.

4 jours à Paris: ça use les souliers
Stimmt! Unser Schuhwerk wurde arg strapaziert!

 

Fahren wir?

Fahren wir nicht?

Sollten wir’s besser lassen?

Bei der Nachrichtenlage?

- Proteste, Streiks, Krawalle
- Unwetter: der Louvre unter Wasser, die Seine über die Ufer getreten,...
- Wettervorhersage: REGNERISCH
- 4 Tage vor EM-Beginn
- und überhaupt...

Beste Voraussetzungen!

Ja, wir fahren! Faites vos valises! On ira à Paris! Und so haben wir uns am Dienstag, 07.06.2016, um 6.50 Uhr mit unseren valises und sacs à dos (voller Proviant) noch recht müde aber dennoch optimistisch gestimmt tatsächlich am Bahnhof von Stadtallendorf getroffen, um uns der Herausforderung Abenteuer Paris zu stellen. Übrigens: Wir, das sind die Schüler und Schülerinnen der Französischgruppe G9a/b von Frau Dühl und des WPU-Kurses R10 von Herrn Rogausch.

Dann lief alles recht schnell und reibungslos: Nach einmaligem Umsteigen in Frankfurt gegen 13Uhr Ankunft in Paris am Gare de l’Est bei strahlendem Sonnenschein. Geschafft! Jedoch noch nicht am Ziel. Kauf von Metrotickets. Hilfe! Was muss ich sagen, um...?“ Auch das geschafft! Dann in die Metro...mit dem ganzen Gepäck!...Oh je! ...eine echte Herausforderung!...und schließlich Ankunft in unserem Hotel Belfort. Uff! “Nous sommes erst einmal crevés.“ und “Aujourd’hui, je ne bouge ganz bestimmt plus.“ Ich geh heute keinen Schritt mehr. Jedoch das gibt sich. Nein! Das muss sich geben! Schließlich wollen wir ja was sehen und wir hatten uns für die knapp 4 Tage eine Menge vorgenommen. Bequemste Schuhe erforderlich.

Was wir gesehen und erlebt haben jetzt im Zeitraffer:

  • Auf zu Montmartre, Sacré Coeur (ein erstes “Wow“) und dem Künstlerplatz Place du Tertre. Ob sich jemand porträtieren lässt? Tatsächlich! Und sehr gelungen!
  • Treffpunkt Notre-Dame (kein Glöckner in Sicht); Erkunden der Île de la Cité; Bestaunen des Hôtel de Ville
  • Centre Pompidou: Sieht das irre aus! Schön? Hässlich? Interessant? Hier scheiden sich die Geister. Ausruhen und Auftanken am Fontaine Stravinsky und ausführlich Bummeln.
  • herrliche Ausblicke über Paris vom Tour Montparnasse
  • superschöne Jugendstil Glaskuppel in der Galerie Lafayette
  • auf zum Tour Eiffel. Wow! (schon wieder) Für die meisten das Highlight! Und zu unserer Überraschung kein ewig langes Warten, um bis in die troisième étage hochzufahren.
  • Was fehlt? Natürlich...wir wollten ja die berühmte Achse ablaufen. Also auf zum Arc de Triomphe und dann laufen, laufen, laufen...: les Champs Élysées, la Place de la Concorde, les Tuileries (in diesem herrlichen Park war eine Pause dringend erforderlich) und schließlich Ankunft an der Pyramide en verre (der Glaspyramide) am Eingang des Louvre. Auch superschön! Hier war doch was. Wie hieß die noch? Irgendwas Berühmtes! La Joconde, - die Mona Lisa. Wer sucht, der findet! Los geht’s! Und na klar, wir haben sie gefunden und vieles mehr in diesem riesigen und eindrucksvollen Museum.
  • Freitag: Was können wir uns in den verbleibenden Stunden bis zu unserer Abreise noch anschauen bzw. erlaufen und dann anschauen? Da gibt es doch diesen berühmten Friedhof und soooo weit weg ist der gar nicht von unserem Hotel. Auf zu Père Lachaise und besuchen wir Jim Morrison und den Kaugummibaum, Edith Piaf, Balzac und viele mehr, die dort ihre letzte Ruhe gefunden haben.
  • Was fehlt außerdem?
    Da war noch so Vieles: all die MacDonald-Gänge gegen den schnellen Hunger; die Einkäufe im Supermarché; täglich das leckere Petit déjeuner mit Croissants, Baguette, Café au lait und Thé in unserem Hotel; unser gemeinsames Abendessen in einem netten Restaurant auf dem Boulevard Voltaire; die bisweilen abenteuerlichen Metrofahrten (Prendre le métro, c’est l’horreur!) und...und...und...natürlich...die Rückreise...auch ein Erlebnis...Stopp!...


Übrigens: Das Wetter war SCHÖN!

Au revoir, Paris!
À la prochaine!

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