Seit 1973 besteht in Stadtallendorf (Kreis Marburg-Biedenkopf) eine kooperative Gesamtschule, die am 27. April 1994 in einem Festakt den Namen „Georg-Büchner-Schule“ erhielt.

Nachdem das Kultusministerium 1975 den einstimmigen Beschluss von Schule und Kreistag, an der Gesamtschule eine gymnasiale Oberstufe einzurichten, abgelehnt hatte, reicht das schulische Angebot von der obligatorischen Förderstufe bis zur zehnten Klasse

Seit 1995 ist die Georg-Büchner-Schule darüber hinaus eine Ganztagsangebotsschule an drei Nachmittagen, seit 2005 gebundene Ganztagsschule für die Jahrgänge 5 bis 7.

Die Georg-Büchner-Schule ist Mitglied im Ganztagsschulverband GGT e.V.

Im Schuljahr 2009-10 besuchen 850 SchülerInnen in 41 Klassen die Georg-Büchner-Schule. Davon sind derzeit 303 SchülerInnen in der Förderstufe, 105 im Hauptschulzweig, 281 im Realschulzweig und 161 im Gymnasialzweig.

Das Einzugsgebiet beschränkt sich auf die Stadt Stadtallendorf und ihre Stadtteile Erksdorf, Hatzbach, Wolferode, Niederklein und Schweinsberg.

Unterrichtet werden unsere SchülerInnen derzeit von 75 LehrerInnen und neun LiV (LehrerInnen im Vorbereitungsdienst).


Gebundene Form in den Jahrgängen 5-7

Ein wesentlicher Bestandteil des besonderen Schulprofils der Georg-Büchner-Schule ist seit dem Schuljahr 1995/96 der Ganztagsbetrieb.

Dafür erhält die Schule eine Zuweisung von derzeit 4,5 Stellen, dazu kommt seit dem Schuljahr 1996/97 eine Stelle, die als Geld ausgezahlt wird.

Seit dem Schuljahr 2005-06 gilt an der Georg-Büchner-Schule für den Jahrgang 5 bis einschließlich Jahrgang 7 folgendes neues Rhythmisierungs-Modell:

Aufhebung der Einzelstunden im 45-Minuten-Takt hin zu Blockstunden (2x 45 Minuten), dabei Aufhebung der 5-Minuten-Pause und Abschaffung des Pausengongs.

Nachfolgende Regelungen gelten für Montag bis Donnerstag:

  • Am Vormittag finden in zwei Blöcken vier Stunden Unterricht statt.
  • Jeweils nach der 2. und der 4. Stunde sind bewegte Pausen von 20 Minuten (aufsichtsführende Sportlehrkräfte geben gegen Pfand Sport- und/oder Spielgeräte auf dem Sportplatz aus).
  • In der 5. Stunde folgt an diesen Tagen eine Übungsstunde mit 60 Minuten, die in 2 Stunden von der Klassenleitung, in den anderen beiden Stunden von einer Lehrkraft, die in dieser Klasse unterrichtet, geleitet wird. In den Übungsstunden werden Arbeitsaufträge erledigt, welche die Hausaufgaben an diesen Tagen ersetzen. 
  • In der 6. Stunde folgt an diesen Tagen die Mittagszeit mit 30 Minuten, die ebenfalls in 2 Stunden von der Klassenleitung, in den anderen beiden Stunden von einer Lehrkraft, die in dieser Klasse unterrichtet, geleitet wird. In dieser Zeit haben die Kinder Gelegenheit, in der Mensa ein warmes Essen zu sich zu nehmen oder im Klassenverband Mitgebrachtes zu essen. In der Restzeit nehmen die Kinder Angebote zur Bewegung und/oder Ruhe bzw.Erholung wahr. Dazu stehen der Sportplatz, die Bibliothek und bei schlechtem Wetter das Ganztagshaus mit Billard, Tischtennis und dem Schülerclub zur Verfügung. 
  • Es folgt eine 15-minütige Hofpause.
    In der 7. und 8. Stunde findet Unterricht statt (Doppelstunde mit 80 Minuten).
  • Es schließt sich eine 10-minütige Hofpause an.
    In der 9. und 10. Stunde finden Förderkurse und Angebote des freiwilligen Ganztagsbetriebes statt. Unterrichtsende ist an diesen Tagen 16:15 Uhr.
  • Freitags findet ganz traditionell der Unterricht von der 1. bis zur 6. Stunde statt – aber auch hier gelten Blockunterricht und bewegte Pausen. Unterrichtsende ist um 13:10 Uhr.
  • Ab Schuljahr 2009-10 muss nach einem Konflikt mit der evangelischen Kirche am Dienstag für den Jahrgang 7 die Rhythmisierung aufgehoben werden, damit die Kinder den Konfirmandenunterricht besuchen können (das konnten sie bisher auch schon, allerdings erst ab 16:00 Uhr). Die Kirche besteht auf dem unterrichtsfreien Dienstagnachmittag. Hier muss landesweit eine andere Lösung gefunden werden. 

Die Jahrgänge 8 bis 10 werden traditionell (aber auch mit Blockstunden und bewegten Pausenangeboten) von der 1. bis zur 6. Stunde unterrichtet. Für eine Ausweitung der Rhythmisierung auch auf diese Jahrgänge fehlen uns die Lehrerstunden (seit Jahren beantragt und immer abgelehnt).

 

Offene Form

Das Ganztagsangebot wird zu Beginn jeden Schuljahres jeder SchülerIn in einer gesonderten Broschüre vorgestellt, deren Empfang auch von den Eltern quittiert wird. Anmeldungen zu den Neigungsgruppen werden nach 1 bis 2 Schnupperstunden mit Unterschrift der Eltern für ein ganzes Schuljahr verbindlich vorgenommen.

Etwa ein Viertel bis ein Drittel der SchülerInnen besucht ein Ganztagsangebot. Gerade in der Förderstufe gibt es viele Kinder, die zwei Neigungsgruppen wählen.

Neigungsgruppen, die für die schulische Gemeinschaft wichtige Aufgaben übernehmen – wie z.B. die Gestaltung von Aufführungen – als Gemeinschaftskurse sind besonders gekennzeichnet. Jede SchülerIn ist aufgefordert, im Laufe des Schullebens wenigstens einmal einen solchen Kurs zu besuchen.

Im schuleigenen Bistro können SchülerInnen und Lehrkräfte ein warmes Mittagessen und/oder Snacks kaufen. Das Bistro wird von „Integral“ betrieben, einer kreiseigenen Beschäftigungsfirma für Langzeitarbeitslose, die im Raum Marburg-Biedenkopf an zahlreichen Schulen ähnliche Einrichtungen unterhält. Seit April 2009 steht der Schulgemeinde zusätzlich eine neue Mensa zur Verfügung, die Platz für die Mahlzeiten von 150 SchülerInnen bietet.

Für den Freizeitbereich stehen im Haus 8 der Schülerclub, ein Tischtennisraum, die Spielothek, eine Teeküche und ein Billardraum zur Verfügung. Die Nutzung erfolgt vormittags als Betreuungsangebot vor allem in Freistunden oder bei ausfallenden Stunden. Aufsicht bis zur 8. Stunden führen langjährige Mitarbeiterinnen als Honorarkräfte.

 

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