Entwicklung ist der Zweck des Lebens, das Leben selbst ist Entwicklung, also ist das Leben selbst Zweck

(Georg Büchner in einem Schulaufsatz 1830)

 

 Einladung Schulfest

Am 11.4.2018 erlebte die Klasse R7a einen ganz besonderen Projekttag. Die Poetry-Slammerin Julia Szymik, die bereits an mehreren deutschsprachigen Poetry-Slam Meister- schaften teilgenommen hat und vom Lektora-Verlag als eine der vielversprechendsten Jungautorinnen bezeichnet wird, brachte den Schülerinnen und Schülern durch vielfältige Übungen das Schreiben von (Poetry-Slam-)Texten näher.

Doch was ist überhaupt Poetry-Slam?

Ein Poetry-Slam ist ein Vortragswettbewerb, bei dem es darum geht, das Publikum von seinem Text zu überzeugen. Das Publikum entscheidet dabei, welcher Teilnehmer gewonnen hat. Das Besondere an einem Poetry-Slam ist, dass jeder daran teilnehmen kann. Die einzige Teilnahmebedingung ist, dass der Text, mit dem man antritt, selbstgeschrieben ist. Das Format ist mittlerweile in vielen Bars, Theatern und anderen Veranstaltungsorten angekommen und kann regelmäßig ausverkaufte Veranstaltungen mit mehreren hundert Besuchern vorweisen. Vom 15. Bis zum 17.06 2018 finden in Marburg die 10. Hessischen Landesmeisterschaften statt, dort werden sich Profis und einige ambitionierte Neuzugänge in mehreren Halbfinals und einem großen Finale ein Wortgefecht liefern. Finanziert wurde der Workshop zur Förderung junger Menschen durch die Organisatoren der diesjährigen Meisterschaft und ihre Sponsoren (hessenslam2018.de).

Durch die Übungen, die Julia Szymik mit der Klasse R7a durchführte, lernten die Schülerinnen und Schüler die Entstehungsweise von Slam-Texten kennen. Bei einer Übung schrieb die Slammerin den Begriff „Winter“ an die Tafel. Die Schülerinnen und Schüler hatten dann die Aufgabe Begriffe zu nennen, die ihnen zum Thema Winter einfielen. Innerhalb weniger Minuten war die Tafel vollgeschrieben mit Worten wie z.B. Schnee, Kälte, Eis, Weihnachten und vielen weiteren Begriffen, die zum Thema Winter passten. Anschließend forderte Julia Szymik die Klasse dazu auf, einen Text zum Thema Winter zu schreiben. Die Herausforderung dabei war, dass die Schülerinnen und Schüler weder den Begriff Winter noch die Wör- ter, die an der Tafel standen, benutzen durften um ihren Text zu schreiben. Jedoch durften sie alle Wörter umschreiben. Die Texte, die dabei entstanden, waren beeindruckend.

Ein weiteres Highlight des Projekttages war für die Schülerinnen und Schüler sicherlich das Lehrer-Battle zwischen ihrer Klassenlehrerin Frau Drenkelfuß und Herrn Konrad, welches aufgrund des Wunsches der Schülerinnen und Schüler stattgefunden hat. Herr Konrad und Frau Drenkelfuß bekamen dabei von den Schülerinnen und Schülern zehn Nomen genannt und die beiden Lehrkräfte mussten sich zu jedem Nomen eine Umschreibung oder einen Vergleich überlegen z.B. Sucuk ist wie eine Geschmacksexplosion auf der Zunge. Nach jedem Satz/ Reim entschied die Klasse durch Applaus wer von den beiden Lehrkräften den Punkt bekommt. Mit nur einem Punkt Unterschied hat Herr Konrad das Lehrer-Battle gewonnen.

Die Klasse R7a und ihre Klassenlehrerin sagen an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dan- keschön an Julia Szymik! Wir hatten einen tollen Workshop!

Die Klassen 6a und 6e haben sich unter der Leitung von Frau Schneider und Frau Frenzl mit Kindern auseinandergesetzt, die sehr viel auf sich nehmen, um in die Schule gehen zu können.
Hierfür erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler beider Klassen thematisch den Dokumentarfilm „Auf dem Weg zur Schule“. Sie lernten Samuel aus Indien kennen, der jeden Tag von seinen Brüdern eine Stunde lang mit dem Rollstuhl zur Schule geschoben wird oder Zahira aus dem Atlasgebirge in Marokko, die jeden Montag 22km über gefährliche, steile Wege zur Schule läuft. Auch Jackson beeindruckte die Schülerinnen und Schüler, der jeden Tag 15km mit seiner Schwester durch die kenianische Savanne umgeben von wilden Tieren zur Schule läuft. Carlito aus dem südamerikanischen Patagonien reitet mit seiner kleinen Schwester jeden Tag 18km zur Schule. Und wozu das alles? – Um später eine Chance darauf zu haben, ein besseres Leben als ihre Eltern leben zu können, indem sie einen guten Beruf ergreifen und Geld verdienen können, das auch ihren Familien zu Gute kommen wird. Weder Armut noch eine körperliche Behinderung oder gefährliche Wege halten die Kinder davon ab, in die Schule zu gehen.
"Sehr beeindruckend!", finden die Klassen 6a und 6e. Wir sollten es zu schätzen wissen, dass es für uns selbstverständlich ist, auf sicheren Wegen in die Schule gehen zu können! 

Wenige Wochen nach der 5c machte sich auch die Klasse 5d auf den Weg, um unser Stadtallendorf sauber zu halten. Während die 5c noch mit der klirrenden Kälte zu kämpfen hatte, waren wir nun im strahlenden Sonnenschein und bei schweißtreibenden Temperaturen unterwegs. Doch konnte uns das nicht abhalten, sodass 21 Schülerinnen und Schüler sich ins Zeug legten, um ihren eigenen Wohnort von lästigem Müll zu befreien. Ob Bonbonpapier, Glasflaschen, Zigarettenstummel oder alte Kleidungsreste – nichts war vor unseren Zangen und Eimern sicher. Tolle Leistung, liebe 5d!

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Auch die Klasse 5c war dabei! Bei eisigen Temperaturen zogen die beiden Gruppen los, um rund um die Georg-Büchner Schule sauber zu machen. Sowohl die Jungen als auch die Mädchen waren sehr verwundert, wie viel Müll (z.T. wirklich sehr ekelig) an den Straßenrändern und im Gebüsch zu finden war. Die Glasflaschen wanderten in die Eimer, alles andere in die Müllbeutel, die sich schnell füllten. Die Jungen und Mädchen freuten sich, dass Passanten (und auch eigene Eltern, die uns sahen) ihr Engagement sehr lobten. „Das müssten wir öfter machen, aber nicht bei dieser Kälte...!“ war das Fazit der Aktion.

In diesem Frühjahr fand zum dritten Mal der „Jahrmarkt der Berufe“ statt. Alle Schülerinnen und Schüler der G9er-Klassen hatten einen Messestand vorbereitet, an dem sie ihre Erfahrungen aus dem Betriebspraktikum weitergaben: welches Berufsfeld und welche Branche wurde erkundet, welcher Betrieb kennengelernt und wie war das eigentlich für mich?

Als Besucherinnen und Besucher kamen Klassen der Jahrgänge 8 und 9 in die Aula, um sich die neu erworbenen Kenntnisse aus dem Berufsleben „aus erster Hand“ weitererzählen zu lassen.
Die Veranstaltung wurde in diesem Jahr von Frau Aberle, Herrn Rogausch und Frau Wahl organisiert.

Noch zwei Tage vor den Osterferien erarbeiten die Schülerinnen und Schüler fleißig das Thema „Fabeln“. Unter der Leitung ihrer Lehrerin Frau Çavdar arbeitet die 6f an einem Gruppenpuzzle, wobei sie sich mit kurzen Texten zu berühmten Fabeldichtern beschäftigt: die Mädchen und Jungs sollen sich in die Rolle der jeweiligen Person hineinversetzen und aus der Ich-Perspektive das Leben der Autoren darstellen. Die Ergebnisse präsentieren sich die Schülerinnen und Schüler im Anschluss gegenseitig. Zum Beispiel: Mein Name ist Jean de la Fontaine und ich habe 1621 in Paris gelebt, ich habe Theologie studiert und bin irgendwann zu einem berühmten Fabeldichter geworden [...].
Die Ergebnisse können sich sehen lassen und haben sowohl Anlass zu viel Spaß als auch zu Wissen gegeben!
Alle haben sich die Ferien redlich verdient!

Im Rahmen der beiden Projektstunden, die im Schuljahr 2015/16 ins Leben gerufen wurden und in den Klassen 5. und 6. fest im Stundenplan verankert sind, ging die Klasse 6f heute zur Recherche in die Stadtallendorfer Bücherei. Dort gingen die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Klassenlehrerin Frau Çavdar auf Entdeckungstour. Es ist doch erstaunlich, wie viel Spaß das Lesen plötzlich machen kann! In kleinen Lesekreisen informierten sich die Mädchen und Jungs zu ihren selbstständig ausgesuchten Themen, wie z.B. Mobbing, HipHop oder Technik.

Frau Çavdar war begeistert von der konzentrierten Arbeitsatmosphäre und so freut sie sich schon auf die nächsten beiden Stunden, in denen die Klasse in der Bücherei weiterarbeiten wird.

 

IMG 2991Kinder, die in Stadtallendorf und Kirchhain Italienisch lernen möchten, haben ab dem Sommersemester 2018, das im April beginnt, die Möglichkeit, auch vom wissenschaftlichen Lehrangebot der Italianistik der Universität Marburg zu profitieren. Am Dienstag, dem 13. Februar 2018, trafen sich Vertreter der Elterninitiative und Lehrer aus Kirchhain und Stadtallendorf mit Vertretern des Instituts für Romanische Philologie der Philipps-Universität in Kirchhain, um über mögliche gemeinsame Lehrangebote für die Kinder zu sprechen, die bereits seit einigen Jahren den herkunftssprachlichen Unterricht oder den Italienischunterricht für Kinder aus primär deutschsprachigen Familien besuchen.
Die Eltern und Schüler werden ab sofort über das italianistische Programm informiert, das es den Schülerinnen und Schülern der höheren Sprachniveaus erlauben wird, sich in Absprache mit den italianistischen Vertreterinnen des Instituts für Romanische Philologie zusätzlich zum schulischen Sprachunterricht über italienische Kultur, Geschichte, Politik und Wirtschaft zu informieren und ihre Kompetenzen als deutsch-italienische Kulturvermittler zu erweitern.
Die Kinder und Jugendlichen aus Kirchhain und Stadtallendorf können auf diese Weise schon Einblicke in universitäre Abläufe gewinnen und sich mit italienischer Hoch- und Alltagskultur von Dante bis zum aktuellen Comic und Film vertraut machen. Ansprechpartner an der Philipps-Universität sind Dr. Paola Pacchioni und Prof. Dr. Olaf Müller. Das Institut für Romanische Philologie begrüßt und unterstützt das schulische Italienischprojekt und die Bemühungen von Schule und Elterninitiative nachdrücklich und würde es sehr begrüßen, wenn auch in der Sekundarstufe und der Oberstufe der Italienischunterricht für die Schülerinnen und Schüler in Kirchhain und Stadtallendorf fortgeführt werden könnte.
Für Juni 2018 ist ein Ausflug der Schülerinnen und Schüler nach Marburg geplant, wo sie gemeinsam mit Oberstufenschülern der beiden Marburger Gymnasien, an denen es bereits Italienischunterricht bis zum Abitur gibt, einen Studiennachmittag am Institut für Romanische Philologie zu italienischer Kultur und Kulinarik mit Film, Literatur, Comic, Musik und gastronomischen Kostproben besuchen können.

Am 21.02.2018 kam die hessische Landtagsabgeordnete Handan Özgüven zu einem Gespräch mit den Klassen R8a und R8b an die GBS. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich zuvor im GL-Unterricht von Frau Flanderka und Frau Drenkelfuß mit dem Thema Kommunalpolitik beschäftigt und Fragen an Frau Özgüven vorbereitet. Das Besondere an dem Gespräch war nicht nur, dass die Schülerinnen und Schüler alle ihre Fragen beantwortet bekamen (es waren sehr viele Fragen), sondern sie erfuhren auch, dass Frau Özgüven die erste Abgeordnete im hessischen Landtag ist, die aus Stadtallendorf kommt.

Am Ende des Gesprächs wurden nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch Frau Flanderka und Frau Drenkelfuß von Frau Özgüven überrascht, denn sie lud uns ein sie in Wiesbaden besuchen zu kommen.
Wir freuen uns sehr bald zu Gast bei Frau Özgüven im hessischen Landtag zu sein!

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